Fernsehgeräte stehen heutzutage in jedem modernen Haushalt. Sie sind aus dem Alltag der Menschen nicht mehr wegzudenken. Das war nicht immer so. Bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts war Fernsehen vor allen Dingen in öffentlichen Fernsehstuben oder für Privilegierte möglich. Die damaligen Fernseher waren große und teure Geräte mit kleinem Bildschirm. Die Bildschirmdiagonale war sagenhafte 23 cm bei flauem Bild und schlechtem Kontrast. Mit der technischen Entwicklung des Fernsehens wurden die Bildschirme größer und kontrastreicher, die Geräte jedoch zunächst nicht billiger.
Das Fernsehen wird bunt
Mit der Entwicklung der Farbfernsehtechnik und der Farbwiedergabebildröhren wurde das Fernsehen langsam aber sicher zum Allgemeingut der Bevölkerung. Die technische Qualität der Farbfernseh-Röhrengeräte stieg mit der Entwicklung der Transistortechnik sprunghaft an. Die Geräte wurden auch erheblich preiswerter und leistungsfähiger. Ab hier ergab sich eine unterschiedliche Entwicklung in den beiden deutschen Staaten. Während im Westen Deutschlands, den Gesetzen des Marktes entsprechend, die Entwicklung des Preises für Fernsehgeräte nach unten zeigte, war ein Fernsehgerät in der DDR ein Luxusgegenstand und wurde entsprechend künstlich verteuert. Ein Fernsehgerät kostete, je nach Einkommen, bis zu einem Jahresbruttoeinkommen.
Neue Technologien beflügeln
Die technischen Möglichkeiten der Röhrentechnik, immer noch fußend auf der Braun´schen Röhre, waren letztendlich ausgereizt. Allein die physikalische Größe der Bildröhren erlaubte keine wesentlich größeren Bildschirmdiagonalen mehr. Verzerrungseffekte, der hohe Energieverbrauch der Röhre und letztlich die Ausmaße des Fernsehgerätes setzten der weiteren Entwicklung Grenzen. Die Ingenieure hatten in der Zwischenzeit andere technologische Möglichkeiten geschaffen. Zunächst entstand der Plasmafernseher, ein flaches Gerät, das mit ionisiertem Gas arbeitet. Diese Entwicklung gibt es heute noch, sie führt aber technologisch und preislich ein Nischendasein. Der Renner wurde die LCD Technik. Im Rahmen der Entstehung der Raumfahrt und des Apolloprojektes wurde die LCD flüssig Kristall Technologie entwickelt. Zunächst verwendet für digitale Armbanduhren, konnten später auch große Displays hergestellt werden, sogar in Farbe. Diese sind die Grundlage für die modernen Fernseher.
Flachbildfernseher haben den Markt für sich
Die LCD-Fernseher, neuerdings auch LED Fernseher, haben den Markt für Fernsehgeräte erobert. Fernseher mit Bildröhre werden nicht mehr hergestellt. Die großen Flachen haben viele Vorteile. Sie passen besser ins Wohnzimmer, sie brauchen weniger Strom, sie haben mehr Kontrast. Wie jede Technik, hat auch diese einige Nachteile. Bei jedem industriell hergestellten LCD Bildschirm sind einige Pixel stets tot. Bei der Vielzahl der Pixel stört dies jedoch nicht. LCD Bildschirme kann man nur bis zu einem geringen seitlichen Betrachtungsabstand nutzen. Insgesamt überwiegen jedoch die Vorteile dieser modernen Fernsehgeräte. Die neueste Entwicklung auf dem Gebiet ist die LED-Technik. Im Gegensatz zur LCD-Technik, bei der das Bild dadurch entsteht, dass ein beleuchteter Hintergrund gezielt verdunkelt wird, leuchten die LED selbst.
Die LED-Technik kommt
Riesenbildschirme mit selbstleuchtenden LED, wobei jede LED einen Pixel darstellt, gibt es bereits im öffentlichen Raum. Diese Technik für die Heimanwendung zu produzieren, ist noch zu aufwendig. Deshalb wird im Heimbereich bei den modernen Fernsehern eine andere LED-Technik verwendet. In älteren Modellen wird lediglich die Hintergrundbeleuchtung mittels LED durchgeführt. Modernste Geräte dieser Art haben einzelne LED in der Hintergrundbeleuchtung, die einzelne Pixel von hinten beleuchten. So entsteht ein sehr hoher Kontrast.
Bild: Phase4Photography – Fotolia.com